Klubmeisterschaft 2009 – Unkonstante als einzige Konstante

An meinen ersten Klubmeisterschaften 2007 hatte ich 44 Stableford Punkte gespielt. Trotz einer 13 (!) am Par 5 und einer 10 (!) am darauffolgenden Par 4. Ich gebe es gerne zu, 23 Schläge an 2 Löchern sind nicht schlecht. Dass ich trotzdem noch so viele Punkte sammeln konnte lag wohl a) am damals noch nicht so tiefen Handicap und b) an meinen 5 Pars und 2 Birdies. Für meine damaligen Verhältnisse war das extrem gut. Den Cut habe ich dann mit meiner 98 um 4 Schläge verpasst. Aber an die 43 auf den ersten 9, ich hatte damals das erste Mal von Weiss gespielt, kann ich mich noch bis heute erinnern. Das Gleiche gilt für mein „Comeback“ auf den letzten Löchern. Ein Schnidel Woods gibt nie auf! Gute Zeiten.

2008 lief dann gar nichts mehr zusammen. Mit einer bis dahin schlecht gelaufenen Saison im Hinterkopf, den falschen Schlägern im Bag (Hartl Golf Ressort..) und durch die Woche in Bad Griesbach immer noch komplett verwirrt konnte ja schlichtweg nichts Positives passieren. 3 Par, 102 Schläge, sang- und klanglos ausgeschieden. Ich hatte nicht den Hauch einer Chance. Das war übrigens meine bis dato schlechteste Phase in meiner Golfkarriere. Fast 1 Jahr ohne Handicap Verbesserung. Schlechte Zeiten.

In diesem Jahr sollte nun alles besser werden. Nachdem ich 2009 bereits 3 Mal (!) raufgespielt hatte und danach mehrere Male in der Bufferzone gelandet war, war die Zeit nun reif. Ich war bereit. Beim Interview vor dem Grossevent gab ich mich zudem betont und gewohnt locker.

Gestartet mit einem Double Bogey liess ich mich nicht aus der Ruhe bringen und versuchte, mich mit meinen nächsten 3 Bogeys aufzubauen. Ein Double Bogey am schwierigsten Loch, Par 5, gab mir dann ein erstes Mal zu erkennen, das heute irgendwie nicht so richtig mein Tag sein sollte oder eben wollte. Auch das Bogey am nächsten Par 4 war nicht wirklich gut. Dann endlich ein Par, und nochmals ein Bogey. So schlecht sah es nun gar nicht mehr aus, zumindest nach Stableford war ich zumindest wieder in der Bufferzone. Dann kam Loch 9. Komplettausfall. 9 Schläge. No comment.

Doch ein Schnidel Woods gibt nicht auf. Bogey, es könnte noch klappen. Double Bogey, scheisse, so wird das nichts mehr! Bogey, Bogey, Par, Par, Bogey, Bogey. Gar nicht so schlecht. 44 auf den zweiten Neun. 94 Schläge. 36 Punkte. Wäre da nur die 9 nicht gewesen….. Hätte, wäre, wenn.

Im Clubhaus bzw. im Restaurant beim Bier dann gleich die Ernüchtern. Der Cut liegt bei 93. Wieder verpasst.1 Pils, 2 Pils, nach Hause, Kollegen anrufen, Ausgang, 3 Bier, 4 Bier, 5 Bier. Telefon. Die Turnierleitung informiert, dass es eine „Änderung“ gegeben hat, jemand ist nicht mehr dabei. Disqualifiziert. Welchem Idioten passiert denn so was? Egal, der Cut ist nun bei 93 und ich bim in der ersten Finalrunde dabei. Ich rufe Lefty Tom an und erzähle ihm von meinem Glück. Irgendwie freut er sich nicht so richtig. Schnell weis s ich warum. Details gibt es in seinem Blogbeitrag.

Egal. Ich freue mich. Auch wenn die 9 noch immer schmerzt. Gerne hätte mich mit einer Runde unter 90 mit eigener Kraft in die erste Finalrunde gespielt. Bier 6, Bier 7, Whisky Sour 1, Whisky Sour 2, Zug und Taxi. Vollkoma. Wecker, Wecker, Wecker, Wecker, weggedrückt, Wecker, SCHEISSE, Aufstehen, Duschen, Vollgas Richtung Klub, Bag aus dem Auto (ich wusste ja nicht, dass….), ans Tee 1 rennen, 3 Minuten Small Talk, Pseudo-Aufwärmen, Drive 1 ins Fairway. Kaltstart.

Aber das kann ich. Bogey, Bogey, Bogey, Bogey. Jetzt wird es langsam aber sicher langweilig. Double Bogey. Nein! Par. Gut, wieder im Spiel. Nochmals Par. So gefällt es mir. Bogey. Nochmals Par. Verdammt, heute könnte mein Tag sein. Langsam aber sicher komme ich in den gewünschten Rhythmus. Den Schwung auf die Back Nine mitnehmen heisst es nun.

Loch 10. Nein, nein, liebe Leser. Kein Einbruch. Par! Jetzt bin ich heiss. So heiss, dass es mir nach Ferien ist. Strandferien. Par 3, Abschlag ganz leicht links, super Länge, aber in den Bunker. Hinter dem Bunker Wasser. Bunker Shot zu zaghaft, Ball bleibt mi Bunker und klebt nun unter der Kante. Geiler Befreiungsschlag ins Vorgrün. Gut, halb so schlimm, das Gröbste verhindert. Doch dann das: Zu langer Chip, Ball über Welle im unteren Green, 3 Putts zurück, eine 7! Verdammt, dabei war ich so gut unterwegs. Was mir sonst ganz selten passiert trat nun ein. Ich war völlig von der Rolle und fand keinen Weg zurück. Daraus resultierten dann gleich mal zwei Double Bogeys, ein Bogey, nochmals ein Double Bogey, nochmals ein Bogey und dann nochmals ein Double Bogey. Der Faden war gerissen, die Luft war raus, Flasche leer. 44 auf den Front Nine, 51 auf den Back Nine. 95. So schnell kann es gehen. 33 Punkte. Da die meisten noch schlechter spielten als ich, habe ich mich dann immerhin noch einige Plätze verbessert und konnte meine dritten Klubmeisterschaften unter den besten 30 beenden.

Schlecht gespielt habe ich nicht. Aber auch nicht besonders gut. Wenn ich noch ein bisschen besser mit den besonderen Umständen, die so ein Stroketurnier mit sich bringt, umgehen kann, dann ist aber noch einiges möglich. Alle meine Flightpartner attestierten mir ein sehr gutes Spiel, grosses Potential und eine solide technische Basis. Ich brauche nur ein wenig Geduld, dann passieren die Verbesserungen im Score automatisch. Das ist nett, aber nicht das, was ich hören wollte. Mal schauen, ob sie recht behalten. Ich habe mich am Nachmittag als erstes einmal schlafen gelegt. Bier 1, Bier 2, … Der Rest wird sich zeigen. Aber eins sei hier noch gesagt: 2010 werde ich mich unter die besten 20 spielen!

Lefty Tom – Vom Regen in die Traufe oder von der Sensation zur Disqualifikation

Ich war so richtig heiss und wollte an den Clubmeisterschaften den Cut überstehen und mein HCP am Sonntag gleich erneut unterbieten. Dies zumindest der Plan.

Nun zeigte das Leben wieder mal auf, dass es immer anders kommt und dann noch als gedacht.

Ich war gut vorbereitet und auch das Einspielen bei gutem Wetter war optimal. Ob die Löcher fürs Turnier extra vergrössert wurden oder die Form einfach ausgezeichnet war, egal.

Meine Spielpartner waren wirklich nette Flightpartner, nennen wir Sie mal Longhitter und Junior.

Gleich am ersten Loch das Par eingefahren und mit noch grösserem Selbstvertrauen an den Abschlag zwei. Leichter Gegenwind, meine Kugel bleibt dadurch kürzer als sonst. Longhitter nimmt den Driver und lässt mich um ca. 40m kurz. Ich spiele das Bogey und er das Doppelbogey. Länge ist wie immer gesagt doch nicht alles.

Bahn drei, nur ruhig und keine Fehler an deiner ungeliebten Bahn. Zack und die Kugel liegt rechts in den Büschen. Fuck. Genau dies wollte ich vermeiden, nur auf er linken Seite nicht den Wald treffen. Egal, mit hervorragendem Spiel rette ich das Doppelbogey und habe nur einen Schlag eingebusst auf dieser Bahn und bin somit wieder auf HCP Kurs.

Nummer vier in einer vier gemeistert und somit wieder Bogey.. Man, muss doch besser werden, sonst wird es nichts mit den neuen HCP.

An der Bahn fünf unserem schwersten Loch muss Longhitter vier mal einen Ball schlagen.. Der letzte provisorische Schlag war dann nur noch mit dem Eisen vier. Ok er liegt zwanzig hinter meinem Drive aber egal. Bei mir war es der Erste..:-) Wir sind durch die immer wieder benötigte Zusatzzeit und die Ballsuche extrem langsam. Müssen bereits hier einen ersten Flight durchspielen lassen. Wir finden Longhitterst ersten Ball und weiter geht es. Er spielt eine acht und ich spiele an der schwersten Bahn wo zwei Schläge mehr auf meiner Scorekarte vorgemerkt sind ein riesiges Par und loche den Bergabputt mit riesen Break. Zwei unter, so kann es weitergehen.

An der sechs ein Bogey, gut. Dürfte ein Doppelbogey spielen. Auf den nächsten zwei Bahnen spiele ich Par und bin somit schon fünf unter meinem HCP. Yes..

Bereits am Ende der Bahn sieben werden wir von der Spielleitung aufgefordert schneller zu spielen. Mir muss er dies nicht sagen. Liege fast immer im Fairway und müssen nicht meine Bälle suchen. An der acht stehen wir auch vier Minuten am Abschlag und warten auf den Flight vor uns, welche das Green noch nicht freigegeben haben.

Am Abschlag an der neun, der erste Hinweis, dass wir Abschlagen sollen. Longhitter zweifelt, da der vor uns spielende Flight knapp nach der 100m Markierung steht. Unsere Hinweise werden damit abgetan, dass wir mit Gegenwind eh nicht so weit kommen und er sich ansonsten entschuldigen gehen würde. Komisch denke ich mir und schlage ab.

Permanente Hinweise auf eine schnelleres Spiel lassen meinen zweiten Schlag zu kurz und genau in den Topf-Bunker kullern. Shit, die Fahne ist kurzgesteckt und ich steige ab in den Sand der Hölle. Lobwege aufmachen und voll durch den Sand. Volltreffer und Spin wie im Fernsehen. Der Ball stoppt einen Meter hinter der Fahne und mit den heutigen Putting ist das Par nur noch Formsache. 6 Schläge unter für mein HCP und eine 41 Schläge Halbzeit. Die kann sich sehen lassen denke ich mir und weiter geht es an den nächsten Abschlag.

Nun sollte das Schicksal seinen Lauf nehmen. An der Bahn 11 müssen wir zum x-ten Mal die Bälle von Longhitter und Junior suchen. Sogar die Spielleitung hilft um unser Spiel zu beschleunigen. Die permanenten Hinweise auf Eile gehen langsam aber sicher an die Substanz. Teilweise renne ich schon mit den Cart über den Platz.

An der 12 meine ersten Aussetzer. Abschlag rechts ins hohe Gras. Mein Hacker landet im Bunker und der vierte Schlag wird ein Socket anstelle übers Wasser rechts aufs Fairway. Nun liege ich fas weiter von der Fahne als zuvor. Ich Spiele mein zweites Doppelbogey auf der Rückrunde und fluche wie Ami durch die Gegend.

Und nun die Geschichte des Tages: Als wir am Abschlag 13 stehen kommt einer der Spielleitung auf den Abschlag und möchte uns schon wieder anpeitschen. Für mich ist dies nun aber genug. Ich weise Ihn darauf hin, dass er jetzt einfach gehen soll und uns spielen lässt. Wir können nicht schneller und machen alles was wir können. Von hier bis zur 16 sind wir am hetzen und ich spiele einfach nur schlecht. Mehr ist dazu nicht zu sagen. An der 16 dann geht die Geschichte weiter. Die Beiden von der Spielleitung hatten bereits in der Drivelandezone gewartet und nun geleiten Sie uns auf Schritt und Tritt. Ich möchte meine dritten Schlag angehen und genau beim Beginn des Rückschwungs beginnt mein Freund von der Spielbahn 13 Longhitter zu fragen was er für einen Ball gespielt hätte. Hallo???? Ich bin am Schlagen, und dies keine zwei Meter weit von Ihm entfernt. Konzentration eh schon dürftig und schwups war die Kugel rechts und irgendwo in der Pampa. Ich spiele einen provisorischen und gehe weiter. Wir finden alle unsere Bälle und spielen das Loch fertig. Longhitter notiert mir ein Bogey und wir gehen an die 17. Schlag schon wieder verzogen und nur das Bogey. Am letzten Loch lege ich mich ein letztes mal in den Abschlag und treffe mit den zweiten Schlag das Green. Leider liegt mein Ball am Anfang und die Fahne ist zuhinterst auf einem leicht erhöhtem Plateau. Ich konzentriere mich ein letztes mal und kann das Par retten. Wow. 46 Schläge und um 7 Schläge mein HCP unterspielt.

Wir vergleichen unsere Karten und alles ist Bene. Beim abgeben treffe ich noch die Spielleitung und wir verziehen uns ins Büro um dies zu besprechen, da es für mich so nicht ablaufen kann.

Nach 10Minuten ist das Gespräch beendet und ich gehe noch ein paar Putts machen, da ich ja Morgen spielen muss. Yes. neu HCP 14.9. Bei meinem zweiten Putt kommt der Captain zu mir und bittet mich zurück ins Büro. Da wusste ich, dass was nicht stimmen konnte.

Sie erläuterten mir, dass Sie einen anderen Score gezählt hatten auf der 16 als mein Zähler und ich. Ich war anderer Meinung, Sie aber die Spielleitung. Somit disqualifizierten Sie mich (und nur mich, meinen Zähler nicht, komisch?!?!?) Auf meine Aussage, dass Sie nun doch noch was gefunden hatten weil ich mich getraut hatte meine Standpunkte zu vertreten. Sie verneinten, hatte aber auf die Frage wieso Sie meine Scorekarte angeschaut hätten wo doch die Rangliste schon erstellt worden ist. Hier blieb nur Schweigen und ich ging nach Hause mit der Lektion des Tages.

Halt die Klappe.

Somit wurde es nichts mit am Sonntag spielen und auch die erzielte Verbesserung war nur ein paar Minuten Realität. Ich bin mir nach wie vor sicher eine 6 gespielt zu haben. Zudem, wer schwindelt schon an einem Loch wo zwei Personen der Turnierleitung einem auf Schritt und Tritt verfolgen? Zudem liege ich 6 unter HCP und bescheisse??? Liebe Herren der Spielleitung.. Wohl eher nicht.

Mein Spiel wird immer besser und ich komme noch zurück..  Belive me

Sieg im GC Langenstein, gute Leistung in Otelfingen

Der Vollständigkeit halber sei noch dies gesagt: Im GC Langenstein habe ich das Lochwettspiel gegen den Bunkerhäftling und den künftigen Puffbesitzer gewonnen. Das ist aber nicht relevant. Die Runde war cool, die Jungs auch, mein Spiel wird immer besser. Dieses Mal war es wohl ein bisschen zu langweilig, da zu viele Bogeys gespielt, aber dafür habe ich fast keine Fehler gemacht. Wenn ich die Drives noch ein bisschen besser treffe und noch ein bisschen besser Putte, dann ist verdammt viel möglich! Der Platz in Langenstein war im Topzustand. Dass das Essen da super ist weiss ich mittlerweile auch. Danke Mister Puffplaner ürs Essen und danke euch beiden fürs Fahren!

Am Nachmittag habe ich dann am SAP After Work in Otelfingen gespielt. Kulturschock! Die Greens in Otelfingen würden es im Langenstein nicht mal zum Vorgreen auf der Übungsanlage schaffen. Katastrophe! Dafür konnte ich mal wieder mit Dirty Harry spielen. Den Typ mag ich, mit ihm ist es immer cool. Egal, ob auf dem Golfplatz oder sonstwo unterwegs! Mit dabei war noch Das lethargische Monster. Ich bin immer wieder überrascht, wie man (damit meine ich dich du Riesenbaby) mit so wenig Technik einen Ball so weit driven kann. Dass jeder zweite Ball im Out-of-Bounce landet, lassen wir hier mal so stehen. Gespielt habe ich gut, obwohl die Motivation nach der geilen Runde im GC Langenstein schon ein wenig nachgelassen hat. Trotzdem, ich konnte mich, einen Aussetzer ausgenommen, mit Pars und Bogeys über Wasser halten. Dirty Harry hat verdammt gut gespielt. Man merkt, dass er wieder Freude am Spiel und einen guten Coach hat. Geiler Schwung, gutes Timing. Fuck, der Typ ist gut! Nach der Runde haben wir uns dann ein paar Bier und je ein Clubsandwich (klassisch, nicht rassig) reingezogen. Nach der zweiten Runde entstand dann die Idee, einmal mit dem Extra Day Score (EDS) zu spielen, weil The Monster keine Zeit für Turniere hat. Eigentlich erstaunlich für jemanden, der im Verkauf tätig ist. Aber lassen wir das. More comming soon…

Klubmeisterschaft – Das grosse Interview (oder wie man sich selber Druck macht)

Es freut uns sehr, dass Schnidel Woods und LeftyTom sich vor der Clubmeisterschaft noch kurz Zeit nehmen um die Fragen der Redaktion zu beantworten. Es ist selten, dass man die beiden Hochkaräter in letzter Zeit zusammen sieht. Keiner will seine Schwächen dem anderen offenbaren und es wird im Geheimen trainiert. Lassen Sie uns gleich loslegen mit der ersten Frage.

Wie fühlen Sie sich und was sind Ihre Erwartungen fürs kommende Wochenende?

Schnidel Woods: Mein Job macht mir Freude, ich treibe Sport, verbringe meine freie Zeit mit meiner Freundin und meinen besten Kollegen. Ich fühle mich super. Verdammt, Wochenende, da war doch was? Moment, da heiratet doch Boris Becker. Nein, das war schon. Wird Blatter doch noch Bundesrat? Oder gar Papst? Ist schon wieder Formel 1? Ryder Cup? Nein, der war ja schon. Ist Nella Martinetti schwanger? Wird Sergio Garcia den Tiger Woods in einem Putting Contest vom Platz fegen? Zucker macht gar nicht dick? Um was ging es schon wieder?

LeftyTom: Depp, reiss dich zusammen. Die Erwartungen sind natürlich hoch, nicht nur bei den mitgereisten Fans, sonder auch bei mir selber. Es ist wieder mal an der Zeit ein richtig gutes Turnier zu spielen. Das Wetter sollte ja mitspielen und so erwarte ich eine gute Ausgangslage. Ich muss ruhig bleiben und mein Spiel spielen. Auf niemand anderen Rücksicht nehmen und den Ball schön im Spiel halten wie es King Rogé (Anm. d. R. ist der Head Teacher des Ausbildungsstabes der beiden) wünscht. Nicht zu viel wollen und immer überlegen ob sich der riskante Schlag auch auszahlt und ein Schlag gespart werden kann. Habe schon genügend Bälle in den letzten Wochen an strategisch wichtigen Punkten auf dem Platz deponiert. An der Bahn drei z.B. sieht es im Wald aus wie auf der Driving Range.

Ist der Cut ein Muss?

LeftyTom: Nein, es ist meine erste Meisterschaft und wie auch in Augusta muss man sich zuerst an den Platz gewöhnen. Mein guter Freund Martin Kaymer hatte in den beiden letzten Jahren den Cut ebenfalls verpasst. Zudem darf man die Situation nicht ganz aus den Augen lassen, dass nur die Besten 36 Spieler weiterkommen. Aber ich bin zuversichtlich und würde mich freuen am Sonntag die ersten 18 Loch zu spielen. Aber falls nicht komme ich nächstes Jahr bestimmt wieder. Mit meiner Teilnahme kann gerechnet werden.

Schnidel Woods: Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Klubmeisterschaft! Alles klar, darum geht es! Dem lieben Leftbetter muss ich aber gleich widersprechen. Er spielt zwar seine erste Meisterschaft, aber im Gegensatz zu seiner doch sehr weit hergeholten Metapher mit Augusta und seinem doch sehr entfernten Bekannten Martin Kaymer kennt er den Platz bestens. Er wohnt ja schon fast dort und könnte im Schlaf jeden Grashalm beschreiben. Nur Schwule verpassen den Cut! Zumindest 2009, von den letzten Jahren möchte ich lieber nicht sprechen. Klar, es ist Strokeplay und wenn alle Spieler mit dem tieferen Handicap als ich ihre Vorgabe spielen, dann bin ich chancenlos. Aber das ist ja selten der Fall. Ich denke, der Cut wir so um die 90 sein. Wenn ich es schaffe so um die 85 oder 86 zu spielen, dann sollte ich in Runde 2 dabei sein. Das ist schon das Ziel, verdammt, Lefty, wo bleibt da dein Ehrgeiz?

LeftyTom: Ich hau dir gleich eine rein…! (Anmerkung der Redaktion: Lefty steht auf und krempelt sein Hemd nach hinten)

Schnidel Woods: Wow, wenn du nur so konsequent Putten würdest!

LeftyTom: Immerhin schlage ich keine Luftlöcher du Möchtegern-Longhitter….

Schnidel Woods: Besser in die Luft als in den Boden hauen, das schont wenigstens die Umwelt, du Ackerbauer!

So, so! Wir haben vernommen, dass Sie beide extra einen neuen Teaching Pro engagiert haben um an Ihrem Spiel zu arbeiten. Wie ist hier der Stand?

Schnidel Woods: Bei den Eisen meist schulterbreit, der Ball liegt beim Ansprechen etwa in der Mitte.

LeftyTom: Das Ziel ist langfristig angelegt, aber ich kann schon heute behaupten und verlauten lassen, dass sich grosse Veränderungen abgespielt hatten. So wurde mein kompletter Schwung umgestellt und nun komme ich von innen an den Ball und habe die Fähigkeit erlangt Draws zu schlagen bis zum Driver. Auch die schlechten Schläge werden immer besser. Der Slice ist nur noch selten anzutreffen. Wenn der Schlag mal schlecht ist, dann ein Fade. Auch ist ein Eisen vier nicht mehr nur noch als Gehilfe im Bag. Das Holz drei wird auch immer mehr von Fairway aus geschlagen um die nötige Distanz zu machen auf den langen Par 5 Löchern. Dies die positiven Aspekte meines Spiels. Was nach einer solchen Umstellung noch nicht ganz wieder da ist (oder noch nie war) ist die Konstanz. Dies ist der entscheidende Punkt welcher mir noch den Weg zu einen Single Handicap verwehrt. Aber es wird immer besser und die Schlagvariationen haben deutlich zugenommen. Nicht nur wegen den zwei neuen Wedges, sondern auch der Driver, welcher nun im Bag steckt, lässt neue Möglichkeiten aufkommen. Alles in allem hat sich das bisherige Engagement von King Rogé gelohnt und ich werde weiterhin mit Ihm arbeiten.

Schnidel Woods: Das tönt ja komplizierter als ein chinesisches Kochbuch. Verwirrt dich das nicht? Mein Schwung ist eigentlich ganz okay, manchmal noch etwas zu schnell. Vor allem wenn ich zuviel will. Auf dem Platz verzichte ich komplett auf Hölzer, spiele nur lange Eisen. Da setzte ich mich manchmal noch zu fest unter Druck, wenn ich so aus über 200 Meter das Green attackiere. Aber das kommt langsam immer besser, Haltung & Rhythmus. Haltung & Rhythmus. Haltung & Rhythmus. Haltung & Rhythmus. Am meisten Mühe hatte ich dieses Jahr mit den Putts, früher mal meine Stärke. Habe mir das selber ein paar Dinge beigebracht bzw. geändert, jetzt läuft’s wieder super. Fürs Chippen gilt das Gleiche. Eigentlich auch für den Driver. Der Pro bringt mir nur was, um ganz grobe Sachen zu ändern, danach muss ich selber an mir und meinem Spiel arbeiten, es auf der Runde ausprobieren, Feedback sammeln, testen. Wenn mir das alles der Pro sagt, dann vergesse ich das gleich wieder. Es muss von mir kommen. Das geht zwar länger, dafür sitzt es dann auch. Ähhm, was war die Frage schon wieder?

Lefty, Sie haben in den letzten Jahren immer ein tieferes Handicap als Schnidel Woods. Was ist das für ein Gefühl für Sie, mal hinten zu liegen?

LeftyTom: Es freut mich ungeheim momentan Schnidel Woods zu zusehen. Der Schwung ist Rund und geschmeidig geworden. Die langen Eisen ähneln Kanonenschüssen und die Konstanz hat deutlich zugenommen, auch wenn er dies anders sieht. Ich bin aber ein Kämpfer und werde alles geben um auf Ihn zu warten bis auch er sein Single Handicap erreicht hat. Das Motto läutet bisher zumindest “Die Spiele mögen beginnen”.

Was sagen Sie zu diesen Worten Schnidel Woods. Ist LeftyTom eine Konkurrenz die Sie fürchten müssen wenn es um die Turniersiege geht? Letztes Jahr hat er beide Turniere die er gespielt hat gewonnen?

Schnidel Woods: Also die Frage ist ja schon falsch. Ich meine, es ist schon länger her, seit LeftyTom ein tieferes Handicap hatte. Als Konkurrenz sehe ich ihn überhaupt nicht. Ich habe mir einen 4- Jahresplan definiert: Single Handicap. Das müsste also bis Ende Jahr passieren. Dass es klappt glaube ich nicht. Dafür habe ich das letzte Jahr, vor allem im zweiten Halbjahr, wegen Studium oder besser gesagt zwei parallelen Studiengängen und einem derben Sportunfall viel zu wenig gespielt. Anfangs Jahr hat mir der Pro den Schwung umgestellt, und Pepe hat meine Eisen neu gerichtet. Viele Änderung auf einmal für ein Spatzenhirn wie meines. Jetzt kommt es aber wieder. Ich glaube, ich hatte die letzten Jahre ein zu gutes Handicap für mein Spiel. Mittlerweile ist mein Spiel besser als mein Handicap. Wenn der Tag stimmt, dann geht’s wieder in einem grossen Schritt nach unten. Wieso eigentlich nicht am Samstag? Ja, am Samstag spiele ich runter! Hey, am Samstag spiele ich runter. Jawohl, am Samstag geht es rund. Ich bin der König der Welt. MILLIARDEN!

LeftyTom: Oh man, nicht schon wieder ..

Man hat immer wieder auf der Tour vernommen, dass Sie beide dieses Jahr das Single HCP als Ziel gesetzt hatten. Stimmt der Track Record und was bedeutet Ihnen dieses Ziel?

Schnidel Woods: Ich bin so was wie ein proaktiver Antizipierer mit eingebautem Pleonasmus. Die Frage habe ich ja schon beantwortet. Single Handicap ist halt so eine Egosache, wie ein Master von einer Topschule oder ein Doktortitel vor dem Namen. Dr. Schnidel Woods klingt doch schon geil, oder? Ich möchte einfach gut Golf spielen, auf jedem Platz der Welt. Mit mir und meinem Spiel zufrieden sein. Nur, bis ich das bin, werde ich wohl automatisch unter 10 sein (Anm. d. Redaktion: Schnidel Woods hat sein überheblichstes Grinsen aufgesetzt, hält kurz inne und krümmt sich dann vor lachen bist es ihn fast vom Hocker haut, sonst findet das aber niemand lustig). Am Anfang geht es halt schneller runter mit dem Handicap. Ich glaube das ist normal. Zudem habe ich in den ersten beiden Jahren viel, viel mehr Zeit investiert als ich das jetzt tue. Es gibt andere Dinge, die mir mindestens gleich wichtig sind. Aber klar, es hat schon seinen Reiz. Eine zeitlang war ich zu fokussiert darauf, das hat mich fast gehemmt. Nun bin ich aber wieder in Form. Dr. Schnidel Woods, Hcp 7.7, man wäre das geil! Scheiss Konjunktiv, noch!

LeftyTom: Dies ist für mich der logische nächste Schritt. Ich investiere einiges mehr als in den letzten Jahren um das Spiel konstanter zu gestalten. Mit der Konstanz kommt auch das Single HCP. Aktuell ist es wieder bisschen in die Ferne gerückt. Die zwei letzten Turniere waren nicht überzeugend und auf den Trainingsrunden gibt es immer wieder den einen oder anderen Aussetzer. Es wäre schön als Singel zu überwintern und Ende Jahr sich ein neues Set zuzulegen welches über den Winter eingespielt wird. Wir werden sehen was die nächsten Turniere dieses Jahr bringen.

Schnidel Woods: Ich weiss ja nicht was Lefty gegen seine Freundin hat und wieso er als Single überwintern will. Na gut, dass ist seine Sache. Aber wenn ich an sein neues „Set“ und das „Einspielen über Winter“ denke, möchte ich mir gar nicht vorstellen, was er im Schilde führt….

An dieser Stelle möchten wir uns für Ihre Zeit bedanken und wünschen Ihnen alles Gute fürs Turnier. Wir würden uns freuen wenn Sie nach dem Turnier uns ebenfalls wieder Rede und Antwort stehen würden.

Die Redaktion

Would you get married again?

WIFE:

What would you do if I died? Would you get married again?

HUSBAND:

Definitely not!

WIFE:

Why not – don’t you like being married?

HUSBAND:

Of course I do.

WIFE:

Then why wouldn’t you remarry?

HUSBAND:

Okay, I’d get married again.

WIFE:

You would? (With a hurtful look on her face).

HUSBAND:

(Makes audible groan).

WIFE:

Would you live in our house?

HUSBAND:

Sure, it’s a great house.

WIFE:

Would you sleep with her in our bed?

HUSBAND:

Where else would we sleep?

WIFE:

Would you let her drive my car?

HUSBAND:

Probably, it is almost new.

WIFE:

Would you replace my pictures with hers?

HUSBAND:

That would seem like the proper thing to do.

WIFE:

Would she use my golf clubs?

HUSBAND:

No, she’s left-handed.

WIFE:
- silence – -

HUSBAND:
F**k ….

Ein Lebenszeichen – oder wieso man der Driving Range nicht trauen kann

Machen wir es kurz: 37 Punkte. Keine Meisterleistung und doch endlich wieder mal ein Lebenszeichen bzw. eine befriedigende Golfrunde. Gespielt habe ich sie heute Abend. Gestartet war ich alleine. Abgeschlagen habe ich ab den weissen Tees. Zumindest an den Löchern 1 bis 4. Danach stiess ich auf zwei mega coole und supersympathische Engländer. Wir haben dann zusammen weiter gespielt, ab gelb. Das Wetter hielt auch, auf den letzten Löchern nieselte es leicht, aber es war schön und angenehm. Die Runde mit den zwei Boys aus UK, beides übrigens sehr bodenständige UBS Investment Banker (um hier mal eine Lanze zu brechen), hatte zudem noch einen netten Nebeneffekt: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, I had to get into the language rhythm, fachsimpelten wir die ganze Runde auf Englisch. Ein Heidenspass!

Das lag aber sicher auch an meinem Spiel. Keine Angst, es ist noch lange nicht perfekt. Auch unnötige Fehler waren wieder darunter. Aber, ja aber, ich hatte geile Drives, gute lange Eisen, genau Approaches, gute Chips und noch bessere Putts. Und, achtung jetzt kommt es, ich habe endlich mal wieder taktisch geschickt(er) gespielt. So kann es weiter gehen. Endlich, ein Lebenszeichen. Und er kann es doch noch :-)

  1. Loch, Weiss: Bogey
  2. Loch, Weiss: Bogey (30 Meter Chip aus Büschen ins Fairway zurück)
  3. Loch, Weiss: Bogey (10 Meter Chip aus Büschen ins Fairway zurück)
  4. Loch, Weiss: Bogey (Abschlag in Hang vor Green)
  5. Loch: Bogey (ein Topper, ein Mal in Baum geballert, riesen Putt gelocht)
  6. Loch: STRICH (Ball nach zweitem Schlag nicht mehr gefunden, keinen neuen gespielt)
  7. Loch: Doubel Bogey (4 Putts!)
  8. Loch: Birdie (Chip-In aus 8 Metern)
  9. Loch: Bogey
  10. Loch: Par
  11. Loch: Par
  12. Loch: Double Bogey (Wasserball)
  13. Loch: Bogey
  14. Loch: Bogey
  15. Loch: Birdie (8 Meter Putt gelocht)
  16. Loch: Double Bogey (zweiter Schlag ins Niemandsland, reload)
  17. Loch: Par
  18. Loch: Double Bogey (erster Drive ins Out of Bounds)

Hm, irgendwie habe ich den Blog zu positiv begonnen. Sooo gut war das jetzt auch wieder nicht. Aber es hat eine Menge Spass gemacht. Ach ja, im Titel schreibe ich ja noch etwas von Driving Range und so. Ich war letzte Woche zweimal auf der Range. Einmal flogen die Dinger etwas weiter. Einmal waren die Schläge etwas kürzer. Der Regen war Schuld, glaubte ich zumindest. Heute glaube ich, dass man den Längen auf der Driving Range nicht glauben kann. Ich habe heute zweimal aus 145 Metern mit einem Eisen 9 aufs Green gespielt. Einmal aus 160 Metern mit dem Eisen 7. Das 130 Meter lange Par 3 habe ich mit einem gepunchten (wirklich gepuncht, nicht einfach davon geredet, es gibt ein Video) Pitching Wedge ins Green gespielt. Längen, die ich auf der Range nicht annähernd erreiche. Und nass war es auch heute, wenn das irgendwie eine Rolle spielen sollte. Angeben möchte ich zudem nicht, ich weiss, dass gute Spieler noch länger und vor allem noch genauer sind. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich deswegen einige Male über das Green geballert habe. Ärgerlich, aber irgendwie doch geil. 37 Punkte, mit 4 Double Bogeys und einem Strich. So, Kurve noch gekriegt :-) Bis zum nächsten Mal.

Erstes Matchplay und die richtige Vorbereitung – Lefty Tom räumt ab

Die richtige Vorbereitung ist alles. Es war soweit und ich hatte mich fürs erste Matchplay meiner Golfkarriere angemeldet. Wie würde ich dies angehen dachte ich immer und immer wieder und war mir klar darüber, dass ich das erste Loch gewinnen musste um Druck aufzubauen etc.

Leider kam das ganze bisschen anders als geplant. Am Vorabend fand ja noch die Junggesellenparty von einem Freund statt. Gut, ich würde ja nicht zu lange bleiben, da ich doch am nächsten Morgen ausgeruht abschlagen musste. Auch dies sollte sich als Irrtum rausstellen. Zusammengefasst kann ich festhalten, dass ich morgens um halb 7 wieder da angekommen war wo ich gestartet bin, nämlich Zuhause. Schnell noch bisschen mehr als eine Stunde schlafen und dann musste ich auch schon los.

Richtig gut eingespielt ging es an den Abschlag. Dieser war für heute von Gelb und ich griff zum Holz drei, da ich diese Saison immer nur von weiss gespielt hatte und keine Probleme mit dem Bunker haben wollte. Mein Abschlag war sicherlich mehr als 300m.. Hundert in die Höhe, hundert weit und wieder hundert zurück auf den Boden der Tatsachen. Meinen zweiten Schlag hinters grün, Chip zu kurz und das Doppelbogey bedeutete zugleich den Verlust des Loches. Shit, alles nur nicht das wollte ich am ersten Loch.

Mein Gegner (in diesem Fall darf dies auch so genannt werden) war ein älterer Herr der immer Mitte Fairway gelegen hatte (Anmerkung der Redaktion: Was tat er da, schlafen?) und sauber sein Spiel durchzog. Am zweiten Abschlag gelang mir ein äusserst sauberer und langer Drive, guter zweiter und dritter Schlag. Das Par war nur noch eine Formsache und ich ging zurück auf “AS” (Unentschieden). Das nächste gewann ich und Loch vier teilten wir uns. Ab da an gab es kein Halten mehr und nach neun Löchern lag ich schon 6 UP.

Dies wird doch genügen dachte ich und wir starteten die nächsten neun. Es sollten keine neun mehr werden, da nach Loch 12 man meine Hand schüttelte und zum Sieg gratulierte. Etwas überrascht durfte ich vernehmen, dass in seiner 20jährigen Golfkarriere Ihn noch niemand so deutlich geschlagen hatte. Ok, es gibt immer ein erstes Mal und dies war meines.

Meine nächste Gegnerin hat sich bereits gemeldet und ich muss mich hier glaubs schon mal warm anziehen. HCP 7.6 und Sie spielt Ihr HCP auch vor allem an den für den Club ausgetragenen DGV Turnieren. Somit werde wir am 27. Juni wissen ob es was genützt hat, dass sie mir ein paar wenige Schläge vorgegeben hatte.

Die Götter mögen es wissen und ich werde es bald schreiben.

Monatspreis Mai 2009 – LeftyTom in der Warteschlaufe

Dies der zweite Monatspreis des Jahres den ich spiele. Der erste wurde abgebrochen als ich am Loch 14 in der Überlebenshütte meine Punkte zählte und betete, dass es hier ein Ende finden möge. Glück gehabt. Aber was kann man erwarten wenn man am 1. Turnier des Jahres seinen neuen Driver (bisher ohne Driver gespielt) gleich einsetzt den man 48 Stunden vorher erhalten hatte.

Aber kommen wir zu diesem Turnier zurück. Ich kann leicht angeschlagen nach einer Woche Krankheit wie immer 90 Min vor Tee Time am Abschlag an. Gut aufgewärmt war ich mir sicher, dass heute ein schöner Tag werden würde. Flightparter waren toll und auch das Wetter spielte mit. Am ersten Loch gleich mal einen unter die Bäume gehauen und der Chip sprang von der 50 Meter entfernten Bunkerkante zurück in den Bunker.. Doppelbogey knapp noch gerettet mit einem Monsterputt.

Bahn zwei startete mit einem hammer Drive und einem guten zweiten bis 70 Meter vors Grün (Par 5). Der Pitch traf auch das Green und mit zwei Putt ging es ins Loch, Par. Es ging also doch noch was. Der nächste Abschlag landete gleich mal im Wald und das Doppelbogey war dann nur noch eine Formsache nach dem zweiten guten Drive. Shit, hätte auch ein Par werden können. Am vierten Loch gleich wieder einen in die Büsche und die nächste peinliche Vorstellung hatte begonnen. Nach noch einem weiteren Par und zwei oder drei Doppelbogeys stand ich an der neun und musste von ganz hinten (Abschlag weiss) in den stürmischen Himmel abschlagen. Ball landete im Bunker vor der Kante und nach zwei Schlägen lag ich ja auch zwei Meter weiter. Eine nette 8 beendeten die ersten neun Löchern.

Was noch erwähnt werden muss ist unser Flight vor uns, nein nicht der von Schnidelwoods der war noch eines weiter vorne, die spielten die ersten neun Löcher wirklich in 2 Stunden und 30 Minuten fertig.. Bin fast zusammengebrochen. Musste zum teil so lange warten, dass ich mich fast wieder auf die Driving Ränge bemühen musste um wieder warm zu werden.

Die zweiten neun waren eher ausgeglichen und am Schluss hatte ich 102 Schläge auf der Scorekarte unterzeichnet (Gefühlte Anzahl Schläge ca. 120). Und welcher Depp war schuld an dieser Pleite? Der Ranger, die Wetterfee oder doch der Flight vor uns? Nein, Lefty alleine hatte diese Katastrophe fabriziert und wird sich das nächste mal noch besser vorbereiten und hoffendlich nicht leicht angeschlagen an das Tee stehen. Aber es verbleiben noch 13 weitere Turniere dieses Jahr welche zu spielen sind. Das aktuell in die Ferne gerückte Ziel eines Single Handicaps wird aber weiterhin verfolgt.

Vermisstanzeige: SlowMow und Lefty Tom untergetaucht?

Manchmal ist es wie verhext. Man hört es munkeln, dass SlowMow und Lefty Tom mit sportlichem Rhythmus Mails versenden. Auch gibt es Gerüchte die besagen, dass SlowMow fleissig auf den Übungsgreens anzutreffen ist und noch fleissiger Runden spielt. Auch Turniere sollen darunter sein. Darf man denn Aussagen von Insidern Glaube schenken, dann gilt Letzteres auch für Lefty Tom. Allerdings mit mässigem Erfolg. Er soll mit über 100 Schlägen am Ende der Rangliste gelandet sein. Immerhin das macht SlowMow besser. Er soll sein Handicap bereits wieder verbessert haben. Aber etwas haben beide gemeinsam: Sie sind untergetaucht und lassen nichts mehr von sich hören. Der letzte Tweet von Lefty Tom ist mittlerweile älter als sein Traum vom Single Handicap. Einen Blog hat er bis heute nicht geschrieben (Anmerkung der Redaktion: Wir haben extra ein Spezialisten Team aufgeboten um zu prüfen, ob seine Accountdaten auch wirklich funktionieren).  Auch für SlowMow gilt ähnliches. Obwohl er mit seinem letzten Blog, der auch schon Wochen alt ist, kurz aufhorchen liess, blieb es seither still um den Ballkünstler. Irgendwie erinnert das Ganze an einen Pimmel, der nach dem Losschicken der Lusttropfen beschliesst, die Arbeit einzustellen. Der Orgasmus und der finale Regenschauer bleiben somit nur frommer Wunsch. Die auf die (verbalen) Ergüsse wartenden Luder werden nicht befriedigt. Das Korpus Delikti bleib schlaff und blass. Die Münder ungläubig geöffnet.

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Um die Analogie gleich weiter zu verfolgen: Get up, Stand up….. !

Fokus und Konzentration – Nutze die Stärken (und verbessere das Handicap!)

Fokus und Konzentration klingt gut. Auch wenn der Schlüssel zum Erfolg immer noch Haltung & Rhythmus lautet. Meine Form kommt langsam aber sicher zurück. Die Form steigt. Und über Schwächen und Fehler reden möchte ich sowieso nicht mehr. Wie sieht es mit Analogien aus? Wie mache ich es im täglichen Businessleben? Verdammt, ich fokussiere auf die Stärken! Habe das Ziel vor Augen. Effektiv, effizient und umsetzungsstark ziehe ich durch die Lande. Ganz nach good old Fredmund Malik:  Es kommt darauf an, bereits vorhandene Stärken zu nutzen.

Heute habe ich 30 Bälle auf der Range zum Aufwärmen geschlagen und bin dann direkt zum Tee 1 marschiert. Dort traf ich auf zwei anständige, motivierte und mehr als nur talentierte Golfer. Die Jungs haben beide ein tiefes Single Handicap und sich im Matchplay duelliert. Verdammt, und ich dachte ich spiele Golf. Wegen der einbrechenden Dunkelheit haben wir nur zwölf Loch gespielt. Hier meine Highlights (und weil beim Golf halt doch der Score zählt in Klammern mein Ergebnis).

  • Bahn 1: Drive carry in den Fairway Bunker bei 100 Meter, gut getimter langer Putt (Double Bogey)
  • Bahn 2: Geiles langes Eisen aus dem Semi-Cut an den 100er Stock (Tripple Bogey)
  • Bahn 3:Geiler langer Drive an den 100er Stock (Bogey)
  • Bahn 4: Geiles Holz 3 aufs Vorgeen, geiler Chip auf die Welle an den Stock, guter Putt (Par)
  • Bahn 5: Geiler Bunkerschlag aus dem tiefen Greenbunker, super Putt (Bogey)
  • Bahn 6: Geiler Drive, guter langer Putt aus dem Vorgreen (Bogey)
  • Bahn 7: Guter Drive, ultrageiles langes Eisen aus dem Semi-Cut auf den Deckel, zwei gute Putts (Par)
  • Bahn 8:Sehr geiler Bunker-Shot aus dem Greenbunker (Double Bogey)
  • Bahn 9: Sehr guter Putt aus dem Vorgreen (Double Bogey)
  • Bahn 10: Geiler Drive, geiles Eisen (Double Bogey)
  • Bahn 18: Guter Drive, guter Approach aus 140 Metern auf hinten gesteckte Flagge (Bogey)

Verdammt, so gelesen klingt das gar nicht gut. Also die Resultate meine ich. Die Schläge sind schon geil! Ach ja, wir haben von Weiss gespielt. Gut so, daran muss ich mich langsam aber sicher gewöhnen :-)

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