Info 1:
Ich bin für 4 Turniere gesperrt, weil ich mich für ein Einladungsturnier zu spät abgemeldet habe. Shit happens.
Info2:
Ich habe gestern Abend eine 9-Lochrunde gespielt und dafür 47 Schläge benötigt. Ja, ich bin ohne Einspielen direkt ans Tee 1 und ja, ich war nicht sehr konzentriert. Das sollen aber keine Ausreden sein, denn 47 Schläge sind schlichtweg scheisse für einen Könner wie mich. Wobei, verglichen mit meiner 101 (inoffiziell, denn an der Bahn 1 habe ich einen Ball gespielt, den es eigentlich nicht gab) am Samstag im GC Sempachersee (Woodside), habe ich mich brutal gesteigert! Positive thinking, leaders do so! Nur musste ich gestern noch arbeiten und konnte mich nicht voller Frust besaufen. An was lag es, also gestern, die Runde mein ich? Das ist einfach: 3 Abschläge landeten im Aus, 2 weitere soweit im Rough, dass ich Rettungschläge machen musste. Wer so vom Tee spielt, hat keine Chance, besser zu spielen. Dass ich ausgerechnet am schwierigsten Loch mein einziges Par gespielt habe, scheint wegweisend. Genau so wie der Fakt, dass ich auch dafür einen super Chip und einen sehr guten Putt benötigt habe, denn nach 4 Schlägen lag ich noch 10 Meter vor dem Green…. Das Fairway traf ich nur einmal, und das am 9. Loch. Wie kam es dazu? Davon handelt eigentlich dieser Blogbeitrag. Denn ich hatte ein spezielles Erlebnis.
Wir alle wissen es. Seit Wochen trifft Schnidelwoods keinen Drive mehr. Ich habe schon immer relativ hoch gedrivet. Mittlerweile drive ich EXTREM hoch. Neu ist, dass meine Schlägen bzw. Bälle nun auch noch Slicen wie die Sau. Eine Lektion beim Pro hat schnell gezeigt, dass ich die Hände zu wenig rollen lasse bzw. schon fast blockiere. Beheben konnte ich das Problem jedoch nicht, ich war geradezu unfähig, meine Hände zu rollen. Die Handgelenke scheinen blockiert. Was ich durch diese Höhe und den starken Slice an Schlägen verliere weiss ich mittlerweile, was es an Längenverlust bedeutet wollte und konnte ich mir nie vorstellen. Bis zum gestrigen Missgeschick.
Bahn 2: Par5, erhöhter Abschlag, Fairway danach leicht ansteigend, nach ca. 230 Meter eine 20 Meter lange und ca. 10 Meter hohe Kuppe. Ich steh auf der Teebox (leicht schräg, ich stehe unter dem Ball), spreche denn Ball an und nehme mir vor, endlich mehr mit den Händen zu machen. Ich will keinen Slice mehr! Ich bin so fokussiert darauf, dass ich beim Abschwung, unterstützt durch den Stand unter dem Ball und die schlechte Gewichtsverlagerung, den Boden vor dem Ball treffe und diesen dann im Stile eines fussballerischen Tip-Kicks vom Tee befördere. Ich war so genervt, dass ich dem Ball nicht mal nachgeschaut habe. Nachladen, Ball getroffen, hohe Flugbahn, nur leichter Slice, ca. 200 Meter, Mitte Fairway. Immer noch genervt, dass ich mal wieder einen Ball verschlagen hatte, beginne ich 50 Meter vor meinem zweiten Ball, links im Semi-Rough die Suche nach meinem Ball. Meine Flightpartner marschieren strammen Schrittes, die Kollegen aus dem SF DRS Reduit könnten was lernen, an mir vorbei und sprechen ihre Bälle an. So frech, was sind denn das für Manieren?
Ich nehme mir vor, sie gleich nach ihren Schlägen mal so richtig anzufahren, ob es nicht mehr üblich sei, Kollegen bei der Suche nach dem Ball zu helfen. Die Gelegenheit kommt gerade recht, denn der Hass dieses immer wieder beobachteten und selber erlebten Phänomens nervt mich seit Wochen, Tendenz steigend. Aber das ist noch nicht alles, einer nimmt doch glatt meinen provisorischen Ball auf und wirft ihm mir zu. Wollen die mich fertig machen? Haben die was gegen gutaussehende Typen, waren meine Sprüche zu derb oder wollen sie sich einfach mal wieder prügeln? Obwohl mein Ball noch nicht auf dem Green liegt, bin ich bereit, den Handschuh auszuziehen und balle im Geiste meine Faust…. Da sehe ich, dass sich alle 3 versammeln. Sie scheinen zu warten. Gruppenbildung? Einer gegen Drei? Mir war klar, wenn ich siegen will, muss ich zuerst denn Stärksten, den Anführer niederstrecken. Vertieft in meinen von der Hitze verschwommenen Gedanken werde von einer lauten Stimme wachgerüttelt. „Titleist 3, rote Markierung, oder?“, schreit der Rädelsführer. Ich denke mir und sage kleinlaut ja und begebe mich zur Gruppe. Und was sehe ich? Da liegt mein Ball. Um genauer zu sein, da liegt mein Ball, etwa 5 Meter nach dem Weg, in der beschriebenen Kuppe, nur leicht im Semi-Rough. Ich kann’s nicht glauben, aber es ist meine Markierung drauf. Haben die jetzt nicht nur meinen provisorischen Ball aufgenommen, nein, haben die auch noch meinen ersten Ball nach vorne geworfen, um mich aufzubauen? Nein. Einer im Flight merkt mir die Fragen an und klärt mich auf. Endlich hätte ich den Ball mal mit gerader Schlagfläche getroffen, den Ball flach weggeschlagen und ihm noch den nötigen Spin mitgegeben. Die Flugbahn sei wegen dem Bodenkontakt nur etwas tief, der Draw nur etwas zu stark gewesen, der Roll war so, wie er halt eben sein muss. Ich hätte aber sicher nochmals 20 Meter verschenkt, eben, wegen den Boden. Der Ball lag sicher 40 Meter weiter als mein zweiter, den ich im mir mittlerweile typischen „Pitching Wood“-Style gespielt habe. An Loch 9 habe ich dann übrigens endlich gemerkt, wieso ich seit Wochen keine Hände ins Spiel bringe, und habe den Drive kerzengerade, noch etwas hoch, aber schon wieder ziemlich weit geschlagen. Ich bin zurück. Zieht euch warm an. Es wird bald wieder kühler!
Filed under: Funny Stuff, News, Single Digit Hcp Tagged: | Drive, Fairway, Flight, GC Sempachersee, Pitching Wood, Schläge, Semi-Rough, Slice, Titleist, Woodside
Genau solche Typen wie du versauen den Sport. Unglaublich Agressiv, wie du dich über den Platz bewegst. So etwas wollen wir auf unseren Plätzen nicht!
Genau, du hast absolut recht!
Und wenn ich schreibe, dass meine Drives genug hoch sind, um ein Raumschiff abzuschiessen, dann rufst du die Nasa an und warnst sie?
Calm down dude und lies zwischen den Zeilen.
Dann musst du auch keine Birdies mehr jagen, dann spielst du sie.
Dein Schnidel W.