SlowMows Premiere als Flight-Leader

SlowMow hat in seiner kurzen Golfkarriere schon einiges erlebt. Neben einer gescheiterten Lefty-Karriere gehören hier insbesondere intensivste Trainingscamps (Albarella/Donaueschingen), kompromissloses Wintertraining (mit Schnidelwoods und Lefty) und eine up-and-down erste Saisonhälfte als jungfräulicher Clubgolfer dazu. Erst kürzlich musste SlowMow bei Topreporter King Wörgl Stellung nehmen, weshalb er unter gefühlten Ladehemmungen leide und wenn er dann mal geladen sei sich nie entleeren könne. Damit keine Missverständnisse auftreten, damit sind 46+ Punkte an einem Golfturnier gemeint. In den letzten zwei Turnieren ist dann endlich ein erster Knoten geplatzt und ich konnte mein HCP an einem Wochenende von 30.0 auf 27.0 reduzieren. Frisch gestärkt nahm ich gestern eine 9 Loch Runde in Otelfingen in Angriff, eine neue Erfahrung durch und durch. Otelfingen kennt nur 4er Flights. Den Migros-Spieler mag das nicht stören, aber als Clubgolfer ist man sich halt schon anderes gewohnt, n’est-ce pas? Das erste mal diese Saison fand ich mich in eingeteilt in einen Otelfinger Abenflight. Open End (Website Golfpark), wird das genannt. Um diese Zeit wird wenigstens nicht langsam gespielt, denn ansonsten wird’s dunkel und adieu Greenfee, dachte ich mir.

Meine Flight-Kollegen: Zwei mir bekannte Neogolfer und PR-Spieler, einer mit riesigem Ehrgeiz und schon mit Golfsoftware am arbeiten, der andere ein abartiger Longhitter mit dem Eisen 7. Mir gefällt die Vernunft der beiden (zuerst Eisen üben, dann Hölzer), im Sinne von „eins nach dem anderen“, frei überliefert nach SlowMow. Nach einigen Löchern wurde mir bewusst, dass auch die Kollegen Sklaven ihres eigenen Ehrgeizes sind. Ach ja, die vierte im Bunde (mir nicht bekannt) viel nicht gross auf, ein bisschen Tempodrilling würde aber nicht schaden.

Gut, fertig mit Ausschweifungen: Abschlag 1. SlowMow is first time in history der Spieler mit dem tiefsten HCP und schlägt ab. Sicherheitsschlag mit Rescue (mangels einspielen). Zweiter Schlag getoppt, dritter aufs Green, zwei Putts, Bogey. Super Sache. Loch zwei: Nach missglückten ersten zwei Hits Eisen 9 aufs Green, drei Putts (!), Double Bogey. Okay. Loch drei, Par 5, guter Abschlag, schlechtes Eisen 6, gutes Rescue, Green, zwei Putts, Bogey. Loch vier, Par 3, 160 Meter: Rescue aufs Green, drei Putts (!), Bogey. Danach folgten drei weitere, sichere Bogeys. Nach einem Double Bogey mit einem Dreiputt bei der 7 gings mit drei Schlägen unter HCP auf die 8. Schlechter Abschlag, Eisen 6 ins Wasser. Na toll. Leg doch vor du Idiot. Drop. Vierter Schlag über zwei Tümpel 130 Meter auf den Deckel. Geil, gerettet! Dann drei Putts (!), nur eine 7. Loch 9, es ist fast dunkel, SlowMow krallt sich ein Eisen 9 um vorzulegen. Ach, vorlegen ist was für Business-„Golfer“. SlowMow krallt sich das 5er-Eisen, heute noch nie gespielt, aber egal. Es kam wie es kommen musste, links in den Wald. Was für ein schöner Ton, wenn der Ball voller Wucht ins Holz kracht! Dritter Schlag, immer noch auf der Teebox, schlägt auf dem Green ein, geiler Ton. Wieder ein Dreiputt, ich wiederhole mich gern. Loch gestrichen, genau 18 Punkte.

Der Analytiker rekapituliert: 5 Dreiputts, zwei Bälle weg. Trotzdem 18 Punkte. Reiss dich zusammen! Ohne Turnier? Unmöglich! Das nächste folgt am Montag. Fazit: SlowMow is back, in Form, gut beieinander, (noch) nicht fokussiert…. Suggestion: auf der Linie, Ball ins Loch, auf der Linie, Ball ins Loch, auf der Linie, Ball ins Loch.

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